Sächsische Zeitung
01055 Dresden
Dresden, den 16. April 2010
Kennwort Sparen
Wo soll bei Dresdner Projekten gespart werden?
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe LeserInnen,
wir sehen diese Frage nicht nur im Fokus auf die Investitionspläne der Stadt Dresden bezüglich der benannten Bau- und Verbesserungsmaßnahmen. Unser Vorschlag bezieht sich auf die Vielzahl der Liegenschaften der Stadt und deren Betriebs- und Nebenkosten, vor allem der ständig steigenden Energiekosten. Der Handlungsbedarf besteht sicherlich nicht nur unter dem Grundsatz der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit der Stadt, sondern auch unter der Verpflichtung zur Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen. Eine im Auftrag der Deutschen Energieagentur GmbH (DENA) durchgeführten Studie zufolge, entstehen in bundesweit ca. 175.600 kommunalen Liegenschaften jährlich Energieverbrauchskosten von etwa 2,25 Milliarden Euro. Und nun stellen Sie sich vor, Sie könnten diese Kosten um 30 % senken und mit dem gesparten Geld die technische Gebäudeausrüstung modernisieren.
Wir, der Verein Pro-Contracting e. V. möchten Ihnen gern zu dieser Einsparmöglichkeit einen Lösungsweg aufzeigen. Also was müsste die Stadt Dresden tun? Im Grunde ist es ganz einfach.
Ein erster Schritt ist die Einführung eines Energiemanagements mit starker Orientierung an bestehenden Umwelt- und Qualitätsmanagementsystemen unter Verantwortung einer zu schaffenden unabhängigen Stabstelle „Energie“ im Rathaus. Ein zweiter Schritt wäre die Schaffung eines Netzwerkes „Energiesparmaßnahmen für Dresden“ in Zusammenarbeit mit den Hochschulen, der Sächsischen Energieagentur und der Sächsischen Aufbaubank. Mit diesen kompetenten Unterstützern könnte die Stadt in einem dritten Schritt Energieeinsparprojekte entwickeln und umsetzen, im Übrigen sind diese Maßnahmen förderfähig. Somit könnte die Stadt Dresden die ständig steigenden Energiekosten reduzieren, die technischen Gebäudeausrüstungen in Bildungseinrichtungen, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Verwaltungsgebäuden optimieren und die Personalkosten durch ersparte Gelder finanzieren. Und jetzt fragen Sie sich sicherlich - „Wann geht’s los?“. Wir auch!
Mit freundlich Grüßen
Enrico Fori
